Heilpflanzen: Johanniskraut
Botanische Bezeichnung: Hypericum perforatum L.
Das Johanniskraut (engl. St. John´s Wort), im Volksmund auch bekannt unter den Namen Blutkraut, Hartheu und Herrgottsblut, wird aufgrund seiner in den letzten Jahrzehnten gewachsenen medizinischen Bedeutung als einziges pflanzliches Antidepressivum zunehmend in Europa kultiviert.
Das Johanniskraut wurde schon von Paracelsus als Wundmittel gewürdigt und außerdem "gegen die dollen Phantaseien" gepriesen. Die Blüten, Blätter und die blühenden Triebspitzen des voll erblühten Krautes werden in der Zeit von Juni (der 24. Juni ist der "Johannistag") bis August gesammelt, wobei die Pflanze 30-100 cm hoch werden kann.
Die Blätter und Blüten des Johanniskrauts enthalten als relevante Stoffe die so genannten Hypericine (in Exkretbehältern), die beim Betrachten im Licht das punktierte, durchlöcherte (perforatum) Aussehen vermitteln und beim Zerreiben auf der Haut sichtbar werden. Daneben werden für die antidepressive Wirkung des Johanniskrauts auch die gelben Pflanzenfarbstoffe (sog. Flavonoide) und das Hyperforin verantwortlich gemacht. Die Wirkung tritt nicht sofort ein, so dass die Behandlung vorzugsweise unter ärztlicher Begleitung durchgeführt werden sollte.
Enthalten in den folgenden Präparaten:
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