Heilpflanzen: Artischocke
Botanische Bezeichnung: Cynara scolymus L.
Die Artischocke gehört zu den ältesten Pflanzen, die kultiviert werden. Die anregenden Wirkungen der Artischocke auf die Verdauung, die Leber und Gallensäfte waren schon in der Antike bekannt.
Durch jüngere Erkenntnisse in der Naturstoffforschung konnte gezeigt werden, dass die wertvollen Inhaltsstoffe für die medizinische Anwendung besonders in den großen Blättern der noch jungen Pflanze (höchster Gehalt vor der Blüte) verbreitet sind. Folgerichtig wird inzwischen auch die so genannte „Arznei-Artischocke" gezielt zum Zwecke der Arzneimittelherstellung angebaut, und dies sogar vorwiegend in Deutschland.
Das therapeutische Hauptanwendungsgebiet liegt in der günstigen Beeinflussung von Verdauungsbeschwerden im Bereich des Oberbauches (zentrale Funktionseinheit Leber-Galle-Darm), die häufig mit Problemen im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme (Druckschmerz im Oberbauch, Völlegefühl, Fettunverträglichkeiten) einhergehen. Die Wirkstoffe in den Artischockenblättern erhöhen aktiv die Gallensaftproduktion und -aus-schüttung, optimieren auf diese Weise die Stoffwechselleistungen der Leber und haben außerdem noch günstige Effekte auf die Blutfettwerte wie z.B. das Cholesterin.
Enthalten in den folgenden Präparaten:
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