Heilpflanzen
Pflanzliche Arzneimittel als Alternative – unserem Schwerpunkt folgend möchten wir Ihnen einen Überblick der zur Herstellung unserer Phytopharmaka benötigten Heilpflanzen geben.
Angelikawurzel
Botanische Bezeichnung: Angelica archangelica L.
Die Anwendung der Angelikawurzel (Engelswurz) hat eine lange Tradition als Verdauungsmittel. Die Arzneipflanze zählt zu den klassischen Amara aromatica, da sie neben Bitterstoffen (Amara) auch ätherische Öle (Aromatica) enthält. Arzneilich wird der getrocknete Wurzelstock verwendet, der besonders reich an diesen würzigen und bitter schmeckenden Stoffen ist. mehr ...
Artischocke
Botanische Bezeichnung: Cynara scolymus L.
Die Artischocke gehört zu den ältesten Pflanzen, die kultiviert werden. Die anregenden Wirkungen der Artischocke auf die Verdauung, die Leber und Gallensäfte waren schon in der Antike bekannt.
Durch jüngere Erkenntnisse in der Naturstoffforschung konnte gezeigt werden, dass die wertvollen Inhaltsstoffe für die medizinische Anwendung besonders in den großen Blättern der noch jungen Pflanze (höchster Gehalt vor der Blüte) verbreitet sind. mehr ...
Baldrian
Botanische Bezeichnung: Valeriana officinalis L.
Der Baldrian ist eine weit verbreitete Heilpflanze mit langer Tradition. Seine Heilkräfte wurden schon in der Antike geschätzt. Besonders gut eignet er sich als Nervenmittel zur Beruhigung und zur Förderung des Einschlafens. mehr ...
Benediktenkraut
Botanische Bezeichnung: Cnicus benedictus L.
Benediktenkraut ist ebenfalls ein bewährtes Amarum aromaticum, das als wertbestimmende Stoffe vor allem Bitterstoffe wie das Cnicin sowie in kleineren Mengen auch ätherisches Öl enthält. Als Arzneimittel werden die oberirdischen Teile der Pflanze, also die getrockneten Blätter, die oberen Stengel einschließlich der Blütenstauden extrahiert. Zubereitungen aus Benediktenkraut wirken anregend auf die Speichel- und Magensaftproduktion, also insbesondere im Bereich des oberen Verdauungstraktes. mehr ...
Birke
Botanische Bezeichnung: Betula pendula ROTH / Betula pubescens EHRHARDT
Zur Herstellung von arzneiwirksamen Zubereitungen werden die getrockneten Laubblätter (Betulae folium) der Gattung Betula verwendet. Dabei sind in Europa zwei heimische Birkenarten, die Hängebirke (B. pendula) und die Moorbirke (B. pubescens), positiv monographiert und in der Urologie eingesetzt. mehr ...
Brennnessel
Botanische Bezeichnung: Urtica dioica L. /Urtica urens L.
Die Brennnessel gehört zu den einheimischen Pflanzenarten, die praktisch jeder kennt. Wohl auch deshalb, weil bei Berührung der mit Brennhaaren besetzten Stengel und Blätter ein bleibender Eindruck entsteht [der Gattungsname Urtica ist vom lateinischen urere (brennen) abgeleitet]. Dabei gehört die Brennnessel zu den wenigen Arzneipflanzen mit jahrhunderte langer Tradition. In der modernen Urologie sind Zubereitungen aus der Wurzel als reizlinderndes Mittel bei Prostata-Beschwerden anerkannt. mehr ...
Echte Kamille
Botanische Bezeichnung: Matricaria chamomilla L.
Es gibt keine ältere Arzneipflanze als die Echte Kamille. Sie wird bereits seit Jahrhunderten erfolgreich als universelles Haut- und Schleimhaut-Mittel eingesetzt und ist heute wissenschaftlich anerkannt. mehr ...
Eukalyptus – Eukalyptusöl
Botanische Bezeichnung: Eucalyptus globulus
Der Eukalyptusbaum ist auch unter der Bezeichnung Blauer Eukalyptus (auch Tasmanischer Blaugummibaum genannt) bekannt, wodurch die ursprüngliche Heimat - der Australische Kontinent - dieser Baumarten beschrieben wird. Heute zählen die Eukalyptusgewächse zu den mit am meisten angebauten Bäumen, die sich mittlerweile von Australien und Indonesiens auch in vielen anderen subtropischen Gebieten der Welt verbreitet haben. mehr ...
Goldrute
Botanische Bezeichnung: Solidago virgaurea L. / Solidago gigantea L.
Die Gattung Solidago (zur Familie der Korbblütler gehörend) umfasst über 100 Arten, von denen in Europa die arzneilich verwendete Echte Goldrute (engl. Golden rod) seit mehr als 700 Jahren als Urologikum und Nierenmittel eingesetzt wird. mehr ...
Johanniskraut
Botanische Bezeichnung: Hypericum perforatum L.
Das Johanniskraut (engl. St. John´s Wort), im Volksmund auch bekannt unter den Namen Blutkraut, Hartheu und Herrgottsblut, wird aufgrund seiner in den letzten Jahrzehnten gewachsenen medizinischen Bedeutung als einziges pflanzliches Antidepressivum zunehmend in Europa kultiviert. mehr ...
Keuschlamm (Mönchspfeffer)
Botanische Bezeichnung: Vitex Agnus-castus L.
Es gibt eine Heilpflanze aus den warmen Mittelmeergebieten, die sich als Frauenmittel bei Beschwerden vor den Tagen und bei Anomalien der Regelblutung bewährt hat. Der Name der Pflanze leitet sich aus der botanischen Bezeichnung (Vitex agnus-castus L.) ab (lat. viere = binden, wofür die strauchartigen Triebe früher gerne verwendet wurden, und agnus = Lamm sowie castitas = Keuschheit) und gibt Hinweise auf die Anwendung im Altertum (volkstümlich Mönchspfeffer genannt). mehr ...
Kiefernnadeln - Kiefernnadelöl
Botanische Bezeichnung: Pinus sylvestris
Die Waldkiefer (Pinus sylvestris), u. a. auch Gemeine Kiefer genannt, ist ein Pflanzenart in der Gattung der Kiefern (Pinus) aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie ist, durch Forstwirtschaft begünstigt, eine der meist verbreiteten Baumarten in Deutschland, da sie als Pflanze schnellwüchsig ist und anspruchslos auf vielen Böden in gemäßigten Klimazonen gedeiht. mehr ...
Mandelbaum - Mandelöl
Botanische Bezeichnung: Amygdalae oleum
Mandelöl wird aus den Samen des Mandelbaumes gewonnen. Es ist eines der kostbarsten Öle überhaupt und wird seit Jahrtausenden aufgrund seiner medizinischen und kosmetischen Eigenschaften geschätzt. mehr ...
Melisse
Botanische Bezeichnung: Melissa officinalis L.
Die Melisse, im Volksmund oft auch Zitronenmelisse (engl. lemon balm) genannt, kommt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum sowie Westasien und ist heute in ganz Zentraleuropa beheimatet.
Die intensiv nach Zitrone duftenden Stauden werden ca. 30-90 cm hoch und haben ihre Blütezeit von Juni bis August. Die arzneilich verwendeten Blätter werden unmittelbar vor der Blüte gesammelt, da dann der Gehalt an den wertvollen Inhaltsstoffen am größten ist. mehr ...
Orthosiphon
Botanische Bezeichnung: Orthosiphon aristatus (BLUME) MIQ.
Die arzneilich verwendeten Blätter (Orthosiphonis folium; engl.: java tea) sind auch unter der überlieferten Bezeichnung "Indischer Nierentee" bekannt. Heimisch ist die Stammpflanze Orthosiphon aristatus im tropischen Asien, insbesondere in Indonesien, wo sie bereits in Plantagen kultiviert wird. Der malaiische Name Koemis Koetjing - im deutschen Katzenbart - beschreibt treffend die für die Art charakteristischen Staubfäden. mehr ...
Pfefferminze
Botanische Bezeichnung: Mentha piperita L.
Es gibt kaum eine heimische Pflanze, die sich so großer Beliebtheit als Genuss- und Arzneipflanze erfreut wie die Pfefferminze. Als Arzneimittel werden die Blätter der echten Pfefferminze eingesetzt, die nur als Kulturpflanze angebaut wird. Die Blätter (Menthae piperitae folium) enthalten als wesentlichen Bestandteil ätherisches Öl, mit der Hauptkomponente Menthol, Gerb- und Bitterstoffe. mehr ...
Pfefferminze - Pfefferminzöl
Botanische Bezeichnung: Mentha piperita L.
Das wertvolle ätherische Öl der Pfefferminze ist als ein wesentlicher, insbesondere weil es die Qualität mitbestimmt, Bestandteil der innerlich angewendeten Zubereitungen bekannt, wo es vielfältige erwünschte Wirkungen entfaltet. Der Klassiker der Naturheilkunde wird jedoch auch bereits seit Jahrhunderten, ursprünglich in der fernöstlichen Naturheilkunde eingeführt, als reines ätherisches Öl äußerlich zur Behandlung von Schmerzen an Gelenken und Muskulatur eingesetzt. mehr ...
Rosmarin - Rosmarinöl
Botanische Bezeichnung: Rosmarinus officinalis L.
Der Name Rosmarinus wurde von dem natürlichen Standort dieser Arzneipflanze abgeleitet und bedeutet "Tau (ros) des Meeres (marinus)" (aus dem lateinischen). Auch heute wächst der Rosmarinstrauch an den Küsten des Mittelmeeres und auch noch heute sammelt sich nachts der Tau in den Blüten der Pflanze. Seinen Einzug als fester Bestandteil der mediterranen Küche verdankt der Rosmarin seinem intensiven, aromatischen Geruch und dem harzigen, leicht bitteren Geschmack. mehr ...
Schafgarbe
Botanische Bezeichnung: Achillea millefolium L.
Die Schafgarbe ist die Schwester der Kamille und dies nicht nur botanisch, sondern auch als millionenfach bewährtes Haut- und Schleimhaut-Mittel zur innerlichen und äußerlichen Anwendung. Der Name Achillea geht auf Achilles zurück, der die wundheilende Wirkung der Heilpflanze entdeckt hat. mehr ...
Senna
Botanische Bezeichnung: Senna alexandrina Mill.
Die seit alters her verwendeten Sennespflanzen wurden früher nach der Herkunft als Alexandriner Senna (Nord- und Nordostafrika) und als Tinnevelly-Senna (im arabischen und südindischen Raum beheimatet) bezeichnet. Heute beschreibt die moderne Pflanzensystematik diese Pflanzen als ein und dieselbe Art. Die medizinische Verwendung als Laxans (Abführmittel) wurde bereits im 16. Jahrhundert durch Theophrastus Bombastus von Hohenheim (besser bekannt als Paracelsus) empfohlen. mehr ...
Teufelskralle
Botanische Bezeichnung: Harpagophytum procumbens DC.
Die südafrikanische Teufelskralle (engl. Devil's Claw) zählt zur Familie der Pedaliaceae (Sesamgewächse) und ist in den Steppengebieten Süd - und Südwestafrikas heimisch. Die Bezeichnung "Teufelskralle" rührt von den verholzten und dornigen Früchten der Pflanze, die Verzweigungen bilden und mit Widerhaken versehen sind, woraus dann die "Kralle des Teufels" wurde. Flach auf dem Boden liegend bleiben die Krallen leicht in den Klauen und im Fell der Tiere hängen, womit auch für eine Verbreitung der Art gesorgt wird. mehr ...
Thymian - Thymianöl
Botanische Bezeichnung: Thymi aetheroleum
Der in Mittel- und Südeuropa heimische Thymian wird wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe als Heilpflanze hoch geschätzt.
Man findet ihn vorwiegend in Erkältungsmitteln, wo er zur Hustenreizstillung und zur Schleimverflüssigung verwendet wird. Auch medizinisch wirksame Mundwässer sind wegen der desinfizierenden Wirkung und des angenehmen Duftes oft mit Thymian versetzt.
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Traubensilberkerze
Botanische Bezeichnung: Cimicifuga racemosa (L.) NUTTAL
Die Traubensilberkerze hat sich als Frauenmittel bestens bewährt, da sie Inhaltsstoffe enthält, die die typischen Beschwerden der Wechseljahre ohne Hormone deutlich lindern oder sogar beseitigen können. Den Namen Silbertraubenkerze verdankt die Arzneipflanze ihrer Erscheinung mit weißlich- silberfarbenen Blüten, die in Traubenform angeordnet sind. Der bis zu 2,5 m hohe Strauch ist ausdauernd und übersteht die kalten Winter Nordamerikas. mehr ...

