Heilpflanzen: Senna
Botanische Bezeichnung: Senna alexandrina Mill.
Die seit alters her verwendeten Sennespflanzen wurden früher nach der Herkunft als Alexandriner Senna (Nord- und Nordostafrika) und als Tinnevelly-Senna (im arabischen und südindischen Raum beheimatet) bezeichnet. Heute beschreibt die moderne Pflanzensystematik diese Pflanzen als ein und dieselbe Art. Die medizinische Verwendung als Laxans (Abführmittel) wurde bereits im 16. Jahrhundert durch Theophrastus Bombastus von Hohenheim (besser bekannt als Paracelsus) empfohlen.
Bis heute sind normierte Zubereitungen aus Sennesblättern oder Sennesfrüchten als besonders zuverlässige Abführmittel mit - bei bestimmungsgemäßer Anwendung - guter Verträglichkeit anerkannt. Dabei gelten die Zubereitungen aus Sennesfrüchten als milderes Abführmittel. Die gut dokumentierte Wirksamkeit und Verträglichkeit ist eng verknüpft mit der Struktur der als Sennoside bezeichneten Inhaltsstoffe. Bei den Sennosiden handelt es sich um an Glukose (Traubenzucker) gebundene Verbindungen, die nach der Einnahme unverändert und ohne vom Körper aufgenommen zu werden in den Dickdarm gelangen. Erst im Dickdarm, also genau dort, wo die aktivierende Wirkung einsetzen soll, erfolgt mit der Abspaltung der Zuckermoleküle die Freisetzung der eigentlichen laxierenden Wirkstoffe (Anthrone).
Enthalten in den folgenden Präparaten:
« Zurück zur vorherigen Seite

