Heilpflanzen: Echte Kamille
Botanische Bezeichnung: Matricaria chamomilla L.
Die Echte Kamille ist eine einheimische Pflanze, die oft am Wegesrand, aber auch auf Äckern und in Getreidefeldern anzutreffen ist.
Die Echte Kamille ist wie kaum eine andere Heilpflanze seit Jahrhunderten erfolgreich in der Therapie von Haut- und Schleimhauterkrankungen bewährt, und mittlerweile auch in der modernen Pflanzenheilkunde wissenschaftlich anerkannt.
Die Kamille, die ursprünglich aus Eurasien stammt, wurde von nordischen Völkern als heilige Pflanze - wohl aufgrund ihrer sonnenähnlichen Blütenscheibe - dem Sonnengott Baldur zugeordnet. Auf die botanische Bezeichnung Matricaria (vom lateinischen mater = Mutter und carus = lieb) bezieht sich auch die Anwendung als (volkstümlich) „Mutterkraut", da sie sich früher wie heute im Wochenbett und auch bei gynäkologischen Erkrankungen (als Badezusatz) bewährt hat.
Die Pflanze wird 20 bis 50 cm hoch und hat charakteristische gelb-weiße Blüten, die einen sehr aromatischen und angenehmen Geruch verströmen. Dieser typische Geruch, der sich beim Zerreiben noch verstärkt, wird durch den natürlichen Gehalt an ätherischen Ölen verursacht. Gerade das ätherische Öl enthält die Wirkstoffe, die die entzündungshemmenden, antibakteriellen, krampflösenden und wundheilenden Wirkungen vermitteln.
Der Gehalt an ätherischen Ölen ist am größten in den Blütenköpfen der Pflanze und ist abhängig von der Sonneneinstrahlung. Die Kamille liebt eine frühsommerliche intensive Sonneneinstrahlung und erreicht vor der Blüte im Mai bis Juni die höchste Konzentration an wertvollen Pflanzenstoffen. Hochwertige Echte Kamille zur arzneilichen Anwendung wird deshalb kurz vor der Blüte geerntet und sofort weiter verarbeitet, da nur so die Naturstoffe vollständig extrahiert werden können.
Enthalten in den folgenden Präparaten:
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