Heilpflanzen: Brennnessel
Die Phytotherapie verwendet heute Zubereitungen aus den beiden Stammpflanzen (Arten) gleichermaßen, der Großen Brennnessel (Urtica dioica) und der Kleinen Brennnessel (Urtica urens), die sich in ihrer Wuchsgröße (bis ca. 150 bzw. 60 cm) unterscheiden. Die Pflanzen sind so genannte Stickstoffzeiger, d. h. sie bevorzugen nährstoff- und stark stickstoffreiche Böden. So gedeihen sie oft an den Rändern von Wegen, auf Wiesen, in Gebüschen sowie in lichten Wäldern und im Saumbereich der Wälder.
In den Wurzeln beider Brennnesselarten sind eine Vielzahl von wertvollen Pflanzenstoffen enthalten, von denen den so genannten Phytosterolen (v. a. Beta-Sitosterol und deren Glykoside), aber auch den Polysacchariden, Lignanen und den Brennnessel-Lektinen, von der Heilpflanzen-Forschung eine herausragende Bedeutung auf das Geschehen der altersbedingten Prostatavergrößerung zugesprochen wird.
Die schleichende Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) erfolgt altersbedingt – bei Männern über 60 Jahren sind gut die Hälfte davon betroffen – und kann nicht verhindert werden. Ausreichend hoch dosierte Zubereitungen aus der Brennnesselwurzel können jedoch die Beschwerden einer beginnenden, gutartigen Vergrößerung der Prostata (in der Medizin als benigne Prostatahyperplasie bezeichnet) lindern. Wissenschaftlich anerkannt ist die lindernde Wirksamkeit in den Frühstadien I (Reizstadium mit schwächer werdendem Harnstrahl) und II (Restharnstadium mit zunehmenden Beschwerden sowie unvollständiger Entleerung der Blase).
Enthalten in den folgenden Präparaten:
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